Gesetzliche Rahmenbedingungen

Unsere Arbeitsgrundlage - Einkommensteuergesetz §§7i und 7h

§ 7 Abschreibung von Sanierungsobjekten oder „so sinkt Ihre Steuerlast“

Denkmalgeschützte Bauten, aber auch in Sanierungsgebieten oder städtebaulichen

Entwicklungsbereichen gelegene Gebäude, werden nach den Paragraphen 7h, 7i und 10f Einkommenssteuergesetz (EStG) steuerlich gefördert. Alle von der Denkmalschutzbehörde anerkannten Aufwendungen für Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen zur Erhaltung, Erneuerung und funktionsgerechten Verwendung ("Herstellungskosten") sowie der Kaufpreis des Gebäudes sind bis zu 100%steuerlich abzugsfähig.

Sanierungskosten für vermietetes Wohneigentum in Denkmal-Bauten können nach §§ 7h und 7i über acht Jahre zu 9% und über weitere vier Jahre zu jeweils 7% abgeschrieben werden, insgesamt zu 100% über 12 Jahre.

Sanierungskosten für selbstgenutztes Wohneigentum im Denkmal-Bau können nach § 10f über zehn Jahre zu jeweils 9% abgeschrieben werden, insgesamt 90% über 10 Jahre.

Der Kaufpreis eines vor 1925 errichteten Gebäudes kann über 40 Jahre mit jeweils 2,5% abgeschrieben werden, insgesamt 100% über 40 Jahre, entspricht 30% über 12 Jahre.

Der Kaufpreis eines nach 1924 errichteten Gebäudes kann über 50 Jahre mit jeweils 2% abgeschrieben werden, insgesamt zu 100% über 50 Jahre, entspricht 24% über 12 Jahre.

Zum Vergleich:

Steuervorteil bei selbstgenutztem Wohnraum nach § 10e EStG:

Bei Erwerb bis zwei Jahre nach Fertigstellung können über 8 Jahre insgesamt 44% der Bau- plus der halben Grundstückskosten abgeschrieben werden, höchstens jedoch 73.244 €.

Bei Erwerb mehr als zwei Jahre nach Fertigstellung können über 8 Jahre insgesamt 44% der Bau- plus der halben Grundstückskosten abgeschrieben werden, höchstens jedoch 33.748 €.

Der Gesetzgeber verfolgt mit diesen Steueranreizen insbesondere den Zweck, privates Kapital für die Erhaltung und weitere Nutzung und damit für die Revitalisierung kulturell wertvoller Ortskerne zu gewinnen.

Die Steuervergünstigung besteht im Wesentlichen darin, dass steuerliche Wahlrechte im Bereich der AfA bzw. Sonderausgaben eingeräumt werden. Hierdurch kann es einem Erwerber ermöglicht werden, den auf die Sanierung entfallenden Kaufpreisanteil über einen Zeitraum von 10 bzw. 12 Jahren ab dem Jahr der Beendigung der Modernisierungsmaßnahmen steuerlich in Abzug zu bringen.

Zu den begünstigten Sanierungsaufwendungen zählen die Herstellungskosten für Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen nach § 177 BauGB sowie die Herstellungskosten für von der Sanierungsbehörde auferlegte Maßnahmen, die der Erhaltung, Erneuerung und funktionsgerechten Verwendung des Gebäudes dienen, um es wegen seiner geschichtlichen, künstlerischen oder städtebaulichen Bedeutung zu erhalten.